Heute haben wir wieder ein kleines Highlight für Euch: Eine Blooming Onion – oder zu Deutsch: Die blühende Zwiebel. Keine Sorge, wir haben hier keine Tulpen verarbeitet, sondern haben ein echtes Leckerchen aus Gemüsezwiebeln gemacht. Und wie immer bei unseren Shortys ist das Rezept einfach, schnell und super lecker. Auf die Idee sind wir gekommen, als Bekannte von Ihrem Besuch im Outback Steak-House auf Key-West erzählt haben, denn diese Steak-House Kette ist der Schöpfer dieser unglaublich leckeren Beilage!

Folgende Zutaten benötigt ihr für 3 Zwiebeln (=6 Personen):

  • 3 große Gemüsezwiebeln
  • 300g Mehl
  • 3 EL Paprika-Pulver (edelsüß)
  • 3 EL geräucherte Paprika
  • 1 EL Pfeffer
  • 400ml Milch
  • 2 Eier

Bevor es an die eigentliche Zubereitung geht wird das Equipment vorbereitet: Die Ziebel-Blüte wird frittiert, daher sollte das Fett schon einmal auf Temperatur gebracht werden. Am einfachsten geht das in der Fritteuse, alternativ kann man aber auch auf einen Topf mit entsprechendem Frittierfett zurückgreifen. Die Variante mit dem Topf ist gleichzeitig natürlich auch gut für die Zubereitung auf dem Grill geeignet. Bringt das Fett auf ca. 180 Grad, dann geht es an die eigentliche Zubereitung.

Zunächst muss das Gewürzmehl hergestell werden, dazu das Mehl und die Gewürze einfach miteinander verrühren. Nehmt eine ausreichend große Schüssel, die Zwiebel muss ja später darin paniert werden. Neben der klassischen Paprika-Variante kann man natürlich auch einfach einen fertigen Rub seiner Wahl unter das Mehl rühren, allerdings sollte man ggf. etwas vorsichtig wegen dem Salz sein.

Verrührt noch die Eier und die Milch zu einem Backteig (fertiger Backteig geht natürlich auch, ist aber meistens dickflüssiger) und schon können wir uns mit der Zwiebel beschäftigen:

Schneidet das obere Viertel der Zwiebel ab und schält diese dann. Wichtig ist, dass die Wurzel dran bleibt, die hält unsere schöne Zwiebel nämlich zusammen. Dreht die Zwiebel nun mit der Wurzel nach oben und schneidet mit einem Messer ca. 0,5cm von der Wurzel entfernt von oben nach unten. Achtet darauf das Messer nicht zu weit in’s Innere der Zwiebel zu drücken, dann geht die spätere Blütenform eventuell kaputt.Je nach Größe der Zwiebel bieten sich 12 oder 16 Teile zum einschneiden an, je nach dem, wie es eben passt. Ist alles fertig geschnitten dreht ihr die Zwiebel wieder rum (auf die Wurzel) und zieht die einzelnen Ringe vorsichtig auseinander – dadurch entsteht die Blütenform. Um die einzelnen „Blütenblätter“ schön voneinander zu trennen kann man die Zwiebel auch für 10 – 15 Minuten in Eiswasser legen, dann ist die Form etwas stabiler (es geht aber auch ohne). Sofern die Blüte im Eiswasser war, sollte sie zuerst gut abtropfen, sonst klumpt das Mehl im nächsten Schritt.

Und dann geht’s ab ins Würzmehl: Am einfachsten geht es, indem ihr eine Mulde in das Mehl macht, die Blüte hineinsetzt und mit einem Löffel das Mehl auf der Blüte und zwischen den einzelnen Blütenblättern verteilt. Geht nicht zu sparsam mit dem Mehl um, da vieles davon auch wieder abfällt. Am besten die Zwiebel jetzt einmal umdrehen, vorsichtig ausklopfen damit das überschüssige Mehl abfällt und dann den Vorgang nochmal wiederholen.

Sobald das erledigt ist, legt ihr die Blüte kurz in den Backteig. Nicht zu lange (da sonst das Mehl abgewaschen wird und der Geschmack im Backteig bleibt), aber zumindest so, dass alle Stellen ordentlich mit Teig bedeckt sind. Und dann ab damit ins Fett: Zuerst Kopfüber für rund 4 Minuten, dann einmal rumdrehen und weitere 4 Minuten baden lassen. Danach die Blüte kurz abtropfen und auskühlen lassen, und schon ist der Shorty fertig! Die Amerikaner reichen dazu einen Dip aus Ketchup, Majo, Meerrettich und Sour-Cream der in die Mitte der Blüte gesetzt wird, nachdem das „Herz“ heruasgeschnitten wurde. Wir haben jedoch auf eine einfache und leckere Remoulade zurückgegriffen!

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