Wenn der Postbote zweimal klingelt…

Heute kam ein Paket an auf das ich mich wirklich gefreut habe: Tim und Sebastian von der Sauerländer BBCrew haben zusammen mit Ankerkraut ein eigenes Rub entwickelt. In diesem Fall ein Cherry Chipotle Rub. Allein die Kombination – Kirsche mit geräucherten Chilis, das klingt doch wirklich interessant, oder? „There is a new boy in the neighborhood!“ könnte man sagen. Ich möchte kurz aus der Produktbeschreibung zitieren:

 

Dieser Kirsch-Chipotle BBQ-Rub wurde von der Sauerländer BBCrew entwickelt. Tim und Sebastian wollten einen fruchtigen Rub, der ein wenig Schärfe mitbringt und gut zu verschiedenen Fleischarten passt. Er schmeckt toll auf Ribs, egal ob Rind oder Schwein, aber auch Chicken Wings oder Pulled Pork gelingen mit dieser außergewöhnlichen Mischung. Neben getrockneten Kirschen kommen die sanfte Schärfe von Chili Ancho und das rauchige Feuer der Chipotle Jalapeno zum Einsatz. Geschmackliche Obertöne (wie Sebastian sagt) werden von Thymian, Ingwer und Muskatnuss gesetzt. Vielen Dank an die beiden Super-Jungs von der Sauerländer BBCrew für dieses tolle Rezept!

 

Läuft einem da nicht schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen? Schauen wir doch mal was sich daraus so zaubern lässt! Genau wie in der Beschreibung habe ich mich für Ribs entschieden. Dazu gibt es Kartoffel Wedges, ebenfalls mit Cherry Chipotle gewürzt und eine fruchtige Tomatencreme sowie einen frischen Salat!

Zubereiten möchte ich die Cherry Chipotle Ribs nach der 3-2-1 Methode. Das bedeutet: Die Spareribs werden zu beginn 3 Stunden geräuchert und gegart. Im folgenden zweiten Schritt werden Sie mit Fruchtsaft über zwei Stunden gedämpft. Zuletzt werden sie dann noch eine Stunde glasiert.

 

Ihr benötigt folgende Zutaten:

Für die Cherry Chipotle Ribs:

Fünf Leitern Rippchen (Wir waren 10 Personen)
Sauerländer BBCrew Cherry Chipotle Rub
Kirschsaft zum dämpfen
Kirschholz zum räuchern

Für die Kartoffeln:

500g Drillinge
Mayonnaise
Schmand
Bull’s-Eye Dried Tomato Ketchup

Für den Salat:

Salat eurer Wahl
Olivenöl
Balsamico Essig
Salz
Pfeffer
Zucker
Senf

 

Beginnen wir mit den Rippchen. Hier muss als erstes die Silberhaut entfernt werden. Wenn man den Dreh einmal raus hat, geht das wirklich einfach von der Hand. Nehmt euch dafür eine Gabel, einen Löffel oder welches Besteckteil ihr gerade da habt. Das Griffende schiebt ihr nun vorsichtig zwischen zwei Rippen unter die Silberhaut und hebt diese vorsichtig ein Stück an. Dabei ist ein wenig Kraft gefragt. Sobald ihr ein ordentliches Packende habt, könnt ihr die Haut mit ein bisschen Glück in einem Stück abziehen.

Habt ihr das geschafft, können die Rippchen schon gerubbt werden. Dazu nehmt ihr großzügig das Cherry Chipotle Rub und reibt eure Rippchen damit ein. Wer hat, nimmt nun ein Vakuumgerät zur Hand und vakuumiert die Rippchen ein. Wer das nicht hat, wickelt die Rippchen einfach fest in Frischhaltefolie ein. Nun wandern die fertig gerubbten Rippchen über Nacht in den Kühlschrank.

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Über Nacht ist das Cherry Chipotle Rub richtig schön ins Fleisch eingezogen. Nehmt das Fleisch eine gute Stunde bevor es auf den Grill kommt aus der Kühlung damit es auf Zimmertemperatur kommen kann. Den Grill heizt ihr auf 110 Grad indirekte Hitze vor. Die Rippchen kommen nun für die ersten drei Stunden in den Grill. In dieser Zeit wird das Fleisch auch geräuchert – wie oben erwähnt mit Kirschholz. Dazu gebt ihr ein bis zwei Hände des Holzes direkt über die Kohle, bzw. in eure Smokebox.

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Nachdem die ersten drei Stunden geschafft sind, nehmt die Spareribs runter, gebt den Kirschsaft in eine Edelstahlschale und darüber ein kleines Rost. Auf das Rost gebt ihr nun eure Spareribs. Nun wickelt ihr die Ribs mitsamt der Schale in Alufolie ein. So kann der entstehende Dampf nicht entweichen. Den Grill solltet ihr nun etwas höher einregeln – zwischen 150 und 160 Grad wäre hier optimal. Jetzt werden die Spareribs die nächsten zwei Stunden gedämpft. Räucherholz braucht ihr nicht mehr nachlegen da die Ribs nun eingepackt sind.

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Ab jetzt wird es auch Zeit sich den Kartoffeln zu widmen. Diese schneidet ihr in viertel auf (mit Schale) und beträufelt sie mit einem guten Olivenöl. Anschließend gebt ihr nach eigenem Geschmack das Cherry Chipotle Rub über die Kartoffeln und mischt alles kräftig durch. Gebt die Kartoffeln nun in eine feuerfeste Schale und stellt sie mit in den Grill. Nach ca. 1 1/2 Stunden sollten die Kartoffeln fertig sein und schön knusprig.

Nachdem auch die nächsten zwei Stunden rum sind kommt der letzte Schritt der Zubereitung: Das Glasieren. Dazu werden die Ribs wieder ausgewickelt. Anschließend bestreicht ihr Sie mit einer BBQ Sauce eurer Wahl oder einer Glaze. Ich habe dazu vorher aus Kirschsaft sowie Cola eine Glasur gekocht. Nachdem ihr beide Seiten der Ribs ordentlich eingepinselt habt, Deckel wieder drauf und die letzte Stunde warten! In dieser Zeit könnt ihr schon einmal den Salat vorbereiten. Dazu muss ich denke ich nicht viel sagen.

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Nach sechs langen Stunden ist es dann soweit. Die Ribs sowie die Kartoffeln kommen vom Grill und es kann serviert werden!

Abschließend die wichtigste Frage: Wie hat’s geschmeckt? Hervorragend! Allerdings war die Alufolie beim dämpfen nicht ganz dicht, so waren die Ribs nur halbwegs „fall of the Bone“. Das war aber überhaupt nicht schlimm. Ein wenig Biss am Essen ist ja auch nicht verkehrt.

Das war er also der Kirschwahnsinn. Man merkt es schon wenn man sich darauf konzentriert bei der gesamten Zubereitung Kirsche zu verwenden. Da wäre zum einen der Rub – dabei gesellt sich Kirschsaft und Kirschholz. Auch wenn ich mich wiederhole: Das war super!

Guten Appetit!

 

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